Die letzten Strahlen eines Sterns

„Die letzten Strahlen eines Sterns“

von Amanda Lee Koe

Übersetzung von Zoé Beck

eine Lesung in 2 Akten

mit:

Astrid Kohrs, Dana Golombek von Senden,  Christine Prayon

 

In einer männerdominierten Welt des Films haben drei Frauen das Kino verändert.

Was bleibt? - Das Werk? Die Ikone? Der Mythos?

Die Schauspielerin Marlene Dietrich, die weltweit zur Legende wurde. Anna May Wong, die erste chinesisch-amerikanische Schauspielerin, die in Hollywood Ruhm erlangte und Leni Riefenstahl, deren Arbeit als Regisseurin sie zuerst berühmt und dann berüchtigt machte. Alle drei erlangten Weltruhm.

Sie begegnen sich zu dritt nur ein einziges Mal und zwar auf einer Berliner Soiree im Jahr 1928. Diese Begegnung zu dritt wird von jeder der Diven im Nachhinein anders geschildert.

Marlene Dietrich, Anna May Wong und Leni Riefenstahl werden zur selben Zeit, im selben Metier zu Leitfiguren.

Die allein schon im Auftreten so unterschiedlichen Künstlerinnen haben eines gemein:

Sie behaupten sich in einer Welt der mächtigen und einflussreichen Männer. Jede auf ihre eigene ehrgeizige Art und Weise und mit ihren eigenen Mitteln und Fähigkeiten. Sie waren allesamt Kämpferinnen.

Intim und roh gehen die Damen während des Stückes miteinander ins Gericht und schnell bleibt einem das Lachen im Halse stecken.

Kann Kunst, die zu politischen Propagandazwecken genutzt und sogar hergestellt wird, unpolitisch sein? Wie machtvoll ist Kunst? Wie weit darf die Rücksichtslosigkeit des Genies gehen? Was bedeutet Moral in Zeiten des Krieges? Und was Verrat?

Eine temperamentvolle Lesung um Emanzipation, Diskriminierung und Rassismus, politische Positionierung und Verblendung, Abhängigkeit und Unterwerfung, Größenwahn und Leidenschaft, Liebe und Einsamkeit und um eine von Männern dominierte Filmindustrie.

Über sensible Dialoge und Wechsel der Blickwinkel erhält man ein vielschichtiges Bild vom Erfolg, dem harten Weg dorthin und seiner Kehrseite - die Angst vor der Wankelmütigkeit des Ruhms, der Einsamkeit, die Flucht in den Alkohol und der Furcht vor dem körperlichen Verfall.

Dauer: ca 2 x 45 min